Mein neues Fotobuch

Gleich eines vorne weg, bevor irgendwelche Fragen darüber auftauchen. Der Hersteller hat für diese Review bezahlt. Dennoch werde ich hier meine eigene Meinung – auch im Sinne des Herstellers – in allem Positiven wie Negativen zum Ausdruck bringen. Der Hersteller hat keinen redaktionellen Einfluss auf den hier verfassten Text.

Es geht um Saal Digital. Dieser Hersteller hat auf Facebook eine Annonce geschaltet, adressiert an Fotografen, mit dem Angebot, einen 40€-Gutschein für ein Fotobuch zu bekommen, wenn man dafür im Gegenzug eben genau das macht, was ich hier jetzt tue. Aus der direkten Anzeige und auch dem Text auf der verlinkten Seite schloss ich, dass das Unternehmen nicht nur daran interessiert ist, den eigenen Kundenstamm zu vergrößern, sondern sich auch bemüht, die angebotenen Leistungen zu verbessern und sich dabei an Kundenwünschen und -kritik orientiert.

Ich gliedere diese Rezension in einzelne Unterpunkte, jeder eine Liste von Dingen, die mir aufgefallen sind, die auch Potential nach oben eröffnen. Dabei gebe ich meinen Eindruck vom jeweiligen Punkt als positiv (+), negativ (-) oder neutral (*) an.

Software Allgemein

  • Die Software von Saal Digital zur Erstellung von Fotodruckerzeugnissen basiert auf Adobe AIR, ein Installer dazu wird nicht mit im eigenen Paket angeboten, es wird nur auf eine Downloadquelle in einem Dialogfeld verwiesen (-).
  • Projektorientierte Anwendung ermöglicht die parallele Erstellung mehrerer Produkte (+). Projekte sind jederzeit importier- und exportierbar (+), ebenso ist eine PDF-Vorschau exportierbar (+).
  • Aufgeräumte Arbeitsoberfläche, auf der man mit einem Blick sieht, welche Artikel angeboten werden (+).

Software Erstellung Fotobuch

  • Was sich allgemein schon zeigt, bleibt auch im Modul Fotobuch erhalten, mit Erklärungen zu den Varianten der angebotenen Fotobücher (+).
  • Angabe zu geschätzten Lieferzeiten, die angestrebt werden (+).
  • Jede Zusatzoption, die man wählen kann, wird gleich mit dem entsprechenden Aufpreis aufgeführt, sodass es später keine bösen Überraschungen gibt (+), alles als Radio-Button-Auswahlfelder gelöst (*), die beliebtesten Seitenzahlen werden als Vorauswahl angeboten (*).
  • Viele Design-Vorlagen, vom leeren Layout, das man sich wirklich komplett frei gestalten kann, über „übliche“ Designs, die in einer Fülle von Farbschemata vorliegen bis hin zu einem Automatikmodus, der einem nur noch die Arbeit lässt, die Bilder für das Buch auszuwählen (+). Die Layouts können den eigenen Bedürfnissen angepasst werden, auch für einzelne Seiten schnell einfügbar (+).
  • Klare Struktur auch bei der Gestaltung an sich. Links die Bildorganisation mit Explorer- und getrenntem Bildbereich, in der Mitte die Arbeitsfläche mit einer Darstellung des Buches, rechts projektbasierte Inhalte, unten das Seitenmanagement, rechts unten immer der aktuelle Preis, wenn man das Projekt fertig in Auftrag gibt, saubere Menüführung über Pictogramme (+).
  • Einfaches Drag & Drop der Bilder auf die Seiten bzw. Seitenbereiche, wo die Bilder eingefügt werden sollen (+), Einrastfunktion (+) ermöglicht das automatische Füllen einer Doppelseite im Querformat, nicht jedoch von Hochformatbildern auf einer einzelnen Seite (-).
  • Frei eingefügte Bilder können in der Größe frei skaliert werden (+), Beschnittwarnung im Randbereich (+) bei mehreren überlappend angeordneten Bildern können diese als verschiedene Ebenen in den Vorder- oder Hintergrund verschoben werden (+).
  • Schnelles Einfügen von Textbereichen, sowohl auf dem Cover als auch im Buch selbst, (+) die Ausrichtung von Textbereichen erfolgt per Linealzeilen am Bildschirm und kann deshalb mitunter etwas fummelig sein (-).
  • Die Doppelseiten können jederzeit per Drag & Drop im Seitenmanagement innerhalb des Buches vor und zurück geschoben werden (+).
  • „Seite hinzufügen“ und „Seite löschen“ betreffen immer nur genau eine Doppelseite (+), Seiten werden direkt hinter der Aktuellen eingefügt, oder die aktive Doppelseite wird entfernt (+).
  • „Artikel in den Warenkorb legen“ öffnet automatisch „Projekt speichern“ (*), warnt vor leeren Seiten, Text- und Bildboxen (+). Leere Seiten lassen sich ignorieren (+), Text- und Bildboxen müssen geprüft und etweder entfernt oder mit Inhalt gefüllt werden (+).

Bestellung, Zahlung, Produktion, Lieferung, Verpackung

  • Auch hier gilt wieder die klare Struktur im Ablauf, die Punkte sind entweder selbsterklärend oder mit einem kurzen, beschreibenden Text versehen (+).
  • Die gängigen Bezahlmethoden (SEPA-Lastschrift, Paypal, Rechnung, Kreditkarte) werden angeboten (*).
  • Bei Paypal-Zahlungen übernimmt tatsächlich der Händler die Gebühren und lagert sie nicht als Zusatzkosten auf den Kunden um (*).
  • Versand per DHL, damit auch Lieferung an Packstationen möglich. Meist auch zuverlässiger als andere Paketdienste (+).
  • Versandkosten sind mit 3.95€ im Standard- bzw. 15.95€ im Expressversand angemessen (*).
  • Verwendung von Gutscheinen verläuft unproblematisch (+).
  • Einbindung der Paypal-API funktionierte reibungslos (+).
  • Das gesamte Projekt mit allen Bildern wird im Anschluss automatisch hochgeladen (+).
  • Erste Bestätigung über den Eingang des Auftrages erfolgt unmittelbar per Email mit einem Link zum aktuellen Auftragsstatus (+).
  • Sehr schneller Druck und Versand. Ein Fotobuch in A5 hoch mit 74 matten Seiten wurde mir 19 Stunden und drei Minuten nach der Bestellbestätigung ebenfalls per Email als versandt bestätigt (+).
  • Eine Nachbearbeitung der Bilder findet nicht statt (+).
  • Die Fotobücher werden als Lay-Flat gedruck (+).
  • Bilder und Farben wirken auf mattem Papier harmonisch (*).
  • Die Lieferung erfolgt stabil verpackt (+), in einer Schaumstofftasche als zusätzlichen Stoßschutz (-) und in einer Kunststofffolie eingeschweißt als Feuchtigkeitsschutz (+).

Wünsche, Anregungen, Verbesserungen

  • Zusätzliches Format 30cm x 40cm Hochformat sodass man entweder ein Bild in 20 x 30 als Hochformat mit einem gleichmäßigen 5cm breiten Rand umlaufend oder zwei 30 x 20 als Querformat randlos auf eine einzelne Seite bzw. ein 60 x 40 im Querformat randlos auf eine Doppelseite drucken kann.
  • Allgemein mehr an klassischen Fotoformaten orientierte Buchformate, weniger an der DIN-A-Reihe fest gemacht.
  • Kanten- und Eckenschutz für den Transport aus Karton mit in die Kunststofftasche geben, diese müsste dann aber straffer um das Buch anliegen, um ein Verrutschen zu vermeiden.
  • Mehr Möglichkeiten der Textformatierung und Ausrichtung von Textbereichen, sowohl zueinander als auch im Verhältnis zur Seite.

Fro Critique

Jeder hat etwas, das ihn antreibt, jemanden, der ihn motiviert und inspiriert, von dem er genug hält, um auf dessen Meinung zu hören. Wenn es um Fotografie geht, sind das in meinem Fall nicht all zu viele Leute, und dennoch habe ich auf flickr ein Album mit 10 Fotos veröffentlicht. Jeder darf seine Meinung dazu äußern, kann sich daran machen, seine zwei Cent dazu abzugeben. Faire und ehrliche Kritik ist gewollt, kein „Deine Bilder sind voll scheiße!“ und auch kein „Boah, die sehen alle super aus!“

Ich weiß, dass ich mit den Bildern nicht Jedermanns Geschmack getroffen haben werde, aber das ist auch nicht meine Intention. Ich weiß genauso, dass es in der Sammlung mindestens ein Foto gibt, das hinreichend Verbesserungspotential bietet. Mir geht es in erster Linie darum, dass ich sachliche Antworten bekomme, was gefällt und was nicht, und vor allem warum. Worauf ich vielleicht mehr achten sollte, wie ihr manche Sachen gegebenenfalls anders gelöst hättet, oder sogar habt.

Wie gesagt, solang die Kritik ordentlich geführt wird, lese ich mir die Kommentare auf flickr durch und mache mir meine Gedanken darüber, was mir angemessen erscheint, werde ich berücksichtigen, was meinen Vorstellungen aber widerspricht, werde ich unter dem Deckmantel der Künstlerischen Freiheit nicht beherzigen.

Mal ein Bild mit einem Fish Eye

Dies war mein Beitrag zum #FanFriday von Canon Deutschland auf Facebook, einer der wenigen Momente im Schaffen eines Fotografen, in dem sich der Kauf eines Fish Eye überhaupt rechtfertigen lässt. Den Rest des Jahres kann ich das jetzt aber getrost zu Hause lassen.

Und nein, noch knapper wollte ich die Kamera nicht an den Rand des Steges legen, dafür ist mir mein Equipment dann doch etwas zu teuer.

Canon EF 85mm f/1.8 USM Test

Nachdem ich meine Reihe der Festbrennweiten erweitern wollte, kam als Nächstes das 85mm f/1.8 USM aus dem Hause Canon in den Einkaufswagen bei Amazon. Und das Teil macht Laune. Der AF-Motor ist sowas von flott, in der Zeit, in der der Ultraschallantrieb von Naheinstellgrenze (85cm) bis Unendlich und wieder zurück kommt, schafft es das 50mm f/1.8 STM gerade mal auf einem Weg. Und wenn der AF sitzt, dann sitzt er. Einziges Manko, das ich bislang entdeckt habe – allerdings nur bei ein paar Bildern – war ein massiver Farbsaum, auf anderen Bildern war davon wiederum nichts zu erkennen. Werde ich wohl mal im Auge behalten bei zukünftigen Einsätzen.

Biene auf dem Flug zwischen Lavendelblüten

Und selbst bei Blende 1.8 sehen die Bilder echt knackig aus, und ein butterweiches Bokeh außerhalb der Schärfeebene. Selbst als die Biene vor mir weg flog, kam der AF hinterher und hat das Insekt gut gehalten.

Die ganze Objektivtestreihe gibt es in den Galerien zu bewundern.

WERBUNG:

Das Objektiv* gibt es bei Amazon, ebenso die passende Gegenlichtblende*

Am Bismarckplatz in Landshut

Da ging es richtig zu. Hat schon mal wer unseren OB Gitarre spielen und singen gehört? Das mit dem Hören kann ich zwar jetzt nicht mehr nachliefern, aber Bildbeweise habe ich.

OB Alexander Putz (FDP) auf dem Bismarckplatzfest in Landshut beim Auftritt von Phidelio

Klar, dass ich nicht nur das eine Bild gemacht habe, der Rest ist in einer weiteren Galerie gespeichert.

Landshut ganz offen

Jemals darüber nachgedacht, die Grenzen des Machbaren zu benutzen? Warum dann nicht auch bei Offenblende fotografieren? Zwar heißt es immer „Nur weil man ein 1.8er Objektiv hat, muss man nicht zwangsläufig bei f/1.8 fotografieren.“ Und meistens stimmt es auch, doch nicht dieses Mal. Die Herausforderung, vor die ich mich gestellt habe, war genau bei dieser extrem offenen Blende möglichst ansprechende Bilder zu erzeugen. Auch andere Effekte zu erzielen, und die Ergebnisse sind meiner Meinung nach auch nicht all zu schlecht geworden. Von den restlichen 135 Bildern abgesehen…